Die Weide gehört im keltischen Baumhoroskop zu den Doppelbäumen und steht für die Geborenen vom 1. bis 10. März und vom 3. bis 12. September. In der Deutungstradition gilt sie als schön und melancholisch, träumerisch und einfühlsam — ein Mensch mit feinem Gespür für Stimmungen und einem Hang zur Romantik.
Im keltischen Baumhoroskop ist jedem Abschnitt des Jahres ein Baum zugeordnet, der für ein bestimmtes Temperament steht. Die Weide am Wasser gilt dabei traditionell als Baum der Intuition, der Gefühle und des Mondes. Wer ihr zugeordnet wird, trägt nach der Überlieferung etwas Stilles, Tiefes und Empfindsames in sich — eine Seele, die sich von Stimmungen leichter berühren lässt als andere. Stand: Juni 2026.
Welche Eigenschaften hat das keltische Sternzeichen Weide?
Die Weide gilt in der keltischen Deutungstradition als schön und melancholisch, träumerisch und einfühlsam. Ihr feines Gespür für Stimmungen, ihre Fantasie und ihr Hang zur Romantik werden als ihre prägendsten Wesenszüge beschrieben.
Menschen mit dem Baumzeichen Weide werden als zutiefst intuitive Naturen gezeichnet, die zwischen den Zeilen lesen und feine Schwingungen wahrnehmen, wo andere nur die Oberfläche sehen. Sie verfügen über eine reiche Vorstellungskraft und ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, das sie zu aufmerksamen Zuhörern und verständnisvollen Begleitern macht. Schönheit in all ihren Formen berührt sie unmittelbar — ob in Musik, in der Natur oder in einem stillen Augenblick. Diese Empfänglichkeit verleiht der Weide eine poetische, fast verträumte Ausstrahlung, die andere Menschen anzieht und zugleich ein wenig Geheimnis bewahrt.
Wie jeder Baum hat auch die Weide ihre Schattenseiten. Ihre tiefe Empfindsamkeit kann in Schwermut umschlagen, und Stimmungen wechseln bei ihr mitunter rascher und stärker als bei anderen. Wird sie enttäuscht, neigt sie dazu, sich zurückzuziehen, statt das Gespräch zu suchen. Diese Züge sind sinnbildlich gemeint und beschreiben Tendenzen, keine festen Wesensmerkmale — die Weide trägt ihre Sensibilität ebenso als Gabe wie als Herausforderung.
Wann ist man Weide?
Die Weide ist im keltischen Baumhoroskop ein sogenannter Doppelbaum: Sie kommt zweimal im Jahr vor. Geboren unter dem Zeichen der Weide ist, wer vom 1. bis 10. März oder vom 3. bis 12. September Geburtstag hat.
Dass ein Baum gleich zwei Mal im Jahreskreis erscheint, ist im keltischen System kein Widerspruch, sondern Teil seiner Logik. Das Horoskop ordnet die Bäume nicht in zwölf gleich lange Abschnitte, sondern in einen feinmaschigen Kalender mit kurzen Zeiträumen, der sich um die Tagundnachtgleichen und Sonnenwenden gruppiert. Mehrere Bäume tauchen darin sowohl im Frühjahr als auch im Herbst auf — jeweils gespiegelt um die Mitte des Jahres. Die Weide steht so einmal an der Schwelle zum Frühling und einmal am Übergang in den Herbst, beide Male in einer Zeit des Wandels und der weichen Übergänge, die gut zu ihrem fließenden, gefühlsbetonten Wesen passt. Wer sein westliches Pendant einordnen möchte, findet die Tierkreiszeichen unter Sternzeichen.
Die Weide in der Liebe
In der Liebe zeigt sich die Weide romantisch, hingebungsvoll und tief empfindend. Sie sehnt sich nach einer Verbindung, die über das Alltägliche hinausgeht, und schenkt dem geliebten Menschen ihre ganze Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit.
Ihre Intuition lässt die Weide spüren, was im Gegenüber vorgeht, oft noch bevor ein Wort gesprochen ist — das macht sie zu einer einfühlsamen, fürsorglichen Partnerin. Zugleich braucht sie ein Gegenüber, das ihre Empfindsamkeit versteht und behutsam mit ihr umgeht, denn Enttäuschungen treffen sie tief und können sie in den Rückzug treiben. In einer Beziehung, die ihr Geborgenheit und emotionale Tiefe bietet, blüht die Weide auf und zeigt eine Treue und Wärme, die andere selten erleben. Wer die eigene Partnerschaft näher betrachten möchte, findet weiterführende Deutungen im Partnerhoroskop.
Stärken und Schwächen des Weide-Zeichens
Die größte Stärke der Weide liegt in ihrer Sensibilität: ihre Intuition, ihr Einfühlungsvermögen und ihre Fantasie machen sie zu einem feinfühligen, kreativen und mitfühlenden Menschen, der andere zu verstehen vermag und Schönheit in die Welt trägt.
Dieselbe Empfindsamkeit, die sie auszeichnet, kann jedoch auch zur Last werden. Die Weide neigt dazu, schwermütig oder launisch zu werden, wenn die Stimmungen sie überrollen, und reagiert auf Kränkungen, indem sie sich in sich selbst zurückzieht. Wo mehr Abgrenzung und ein wenig nüchterner Abstand guttäten, lässt sie sich bisweilen von Gefühlen tragen, statt sie zu steuern. Ihre Aufgabe liegt darin, die eigene Tiefe als Quelle der Kraft zu nutzen, ohne sich darin zu verlieren — und im Gespräch zu bleiben, wo der Rückzug verlockt. Wie alle Zuschreibungen im keltischen Baumhoroskop sind auch diese als Tendenzen und Sinnbilder zu verstehen, nicht als unausweichliches Schicksal.
Welche Baumzeichen passen zur Weide?
Anders als die chinesische Astrologie kennt das keltische Baumhoroskop keine starre Partnertabelle, die jedem Zeichen feste Gefährten zuordnet. Welche Bäume miteinander harmonieren, leitet sich vielmehr aus verwandten Temperamenten ab — und der Weide steht alles nahe, was feinfühlig, anmutig und träumerisch ist.
Als Beispiele für ein gut passendes Temperament gelten die Birke und die Pappel. Mit der Birke verbindet die Weide eine anmutige, eher zurückhaltende Wesensart und ein Gespür für das Feine und Stimmungsvolle. Die Pappel wiederum teilt ihre träumerische, empfindsame Seite und versteht das Bedürfnis nach Schönheit und innerer Ruhe. Solche Ähnlichkeiten schaffen eine Grundlage, auf der Vertrauen und gegenseitiges Verstehen wachsen können. Wichtig bleibt: Diese Zuordnungen sind Anregungen zur Selbstreflexion, keine festen Regeln — auch sehr verschiedene Naturen können einander wunderbar ergänzen. Den Gesamtüberblick über das System bieten die keltischen Sternzeichen.